Ballett- & Tanzdramaturgie

2010 bei den Proben zu „Orlando“
Choreografie Marco Goecke, Stuttgarter Ballett
Esther Dreesen-Schaback stammt aus Schleswig-Holstein und studierte an der Universität Hamburg Neuere Deutsche Literatur / Englischen Literatur und Kultur und schloss mit der Magisterarbeit Getanztes Erzählen am Beispiel von John Neumeiers Ballett ‚Nijinsky‘ ab. Sie wurde gleichzeitig bei Angela Dauber, Ballettdramaturgin des Hamburg Balletts, während der Jahre 1996-2000 ausgebildet. Danach war sie ein Jahr beim Bayerischen Staatsballett unter Ivan Liška und Bettina Wagner-Bergelt als Assistentin der Dramaturgie (insbes. Portrait Kylián, Portrait Neumeier) sowie drei Jahre an der Oper Kiel als Assistentin der Intendanz tätig.
Als freischaffende Ballettdramaturgin begann sie dann, mit den Stuttgarter Hauschoreografen Christian Spuck und Marco Goecke zusammenzuarbeiten. Mit Christian Spuck entstand Sleepers Chamber (Stuttgarter Ballett), Don Q, getanzt von Egon Madsen und Eric Gauthier (Theaterhaus Stuttgart), Leonce und Lena (Ballett des Aalto Theaters Essen). Mit Marco Goecke begann 1999 in Hamburg eine enge Zusammenarbeit. Sie war Produktionsdramaturgin für Beautiful Freak (Hamburg Ballett), Viciouswishes (Stuttgarter Ballett), Sonett (Leipziger Ballett), Orlando und Dancer in the Dark (Stuttgarter Ballett). Im Juni 2016 kam Nijinsky für Gauthier Dance (Theaterhaus Stuttgart) zur Uraufführung.
Von 2009 bis 2013 war sie für das Staatsballett Karlsruhe unter Birgit Keil als Ballettdramaturgin engagiert, wo sich die Zusammenarbeit mit Tim Plegge vertiefte und Momo (im Bühnenbild von Sebastian Hannak) entstand. Unter Tim Plegge als Ballettdirektor und Choreograf des Hessischen Staatsballetts Wiesbaden/Darmstadt begleitete sie dann Aschenputtel und Kaspar Hauser (Bühnenbild Sebastian Hannak), sowie das Jugendstück „Fake“.
Sie war beim Kevin O‘Day Ballett am Nationaltheater Mannheim engagiert und erarbeitete zusammen mit Eric Gauthier in dem Kinofilm „Mackie Messer“ (2018, dir. J. Lang) die Tanzsequenzen.
In der Funktion der Ballettdramaturgin als Mitglied der Ballettdirektion beim Staatsballett Hannover unter der Leitung von Marco Goecke und Christian Bloßfeld, zunächst in Vollzeit dann als Gast, Betreuung der Eröffnungsspielzeit, Begleitung der Ballettpremieren, Programmheft, Texterstellung, inhaltliche Konzeption, Einführungsvorträge, Moderationen etc.
Esther Dreesen-Schaback absolvierte 2019 ihr Staatsexamen an der Universität Heidelberg mit „Intermedial Adaptation of Shakespeare’s Romeo and Juliet – A Comparison with Kenneth MacMillan‘s ballet“ und wurde am St. Raphael Gymnasium Heidelberg als Lehrkraft für Deutsch und Englisch übernommen. Seitdem arbeitet sie in ihren beiden Berufen gleichermaßen.